IHA klagt gegen Expedia

Aufgrund entsprechender Untersagungsverfügungen des Bundeskartellamtes dürfen weder HRS noch Booking Bestpreis- oder Paritätsklauseln verwenden. Gegen Expedia ist das Verfahren noch nicht abgeschlossen – deswegen nutzt die Buchungsplattform den Freiraum derzeit noch aus. Der Hotelverband Deutschland (IHA) wehrt sich dagegen.

Wie im Blog „Bildstörung“ von IHA-Geschäftsführer Markus Luthe zu lesen ist, schüchtert Expedia Mitgliederhotels massiv ein, die sich – mit gutem Recht – nicht an vermeintliche Absprachen bezüglich der Bestpreisklausel halten. In einem Fall wurden nach mehrfacher Aufforderung seitens des Buchungsportals sowohl Hotelbilder als auch Hotelbewertung aus der Ansicht gelöscht. Dies geschah nach der Drohung gegen das Hotel, die Sichtbarkeit einzuschränken.

Expedia selbst hatte seine AGB vor rund einem Jahr den Booking-AGB angepasst und seinen Vertragspartnern schriftlich zugesichert, auf die Ratenparität bzw. Bestpreisklauseln künftig zu verzichten. Die Vorgehensweise entspricht nun aber nicht den eigenen Ankündigungen. Das betroffene Hotel wehrte sich dagegen, konnte Expedia aber nicht zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung bewegen. Deswegen hat nun der Hotelverband Deutschland (IHA) Klage beim Landgericht Köln eingereicht, um das Mitgliedshotel zu unterstützen.