Unerwünschte Keime im Bier

Trotz des deutschen Reinheitsgebots ist nicht jedes Bier wirklich rein. So weist in Niedersachsen jedes zehnte gezapfte Bier unerwünschte Keime auf. Das geht aus dem aktuellen Verbraucherschutzbericht hervor, den das Land Niedersachsen jetzt veröffentlicht hat.

Die aktuelle Untersuchung bezieht sich auf 120 Proben von frisch gezapftem Bier, die in Niedersachsen im Jahr 2015 aus Schankanlagen in Gaststätten und mobilen Einrichtungen entnommen worden sind. Allerdings scheinen die dabei entdeckten Keime nicht auf das Schlimmste hinzudeuten. Denn chemische Bestimmung von Milchsäure als ein Hinweis für mikrobiell bedingten Bierverderb habe keine Auffälligkeiten ergeben. Auch wurden keine geschmacklichen oder sonstigen grobsinnlich wahrnehmbaren Abweichungen festgestellt. Ursächlich für die vorausgegangenen Ergebnisse seien zumeist hygienische Mängel infolge unzureichender Reinigung und Desinfektion der Getränkeschankanlagen, so der Verbraucherschutzbericht weiter.

Insgesamt hat der diesjährige Verbraucherschutzbericht des Landes Niedersachsen weniger Verstöße gegen Kennzeichnung und Aufmachung festgestellt. Dies sei unter anderem auf die Einführung neuer Kennzeichnungsvorschriften etwa für Allergene zurückzuführen. Neben den Keimen im Bier wurden unter anderem bedenkliche Inhaltsstoffe in Kräutertee, unzulässige Rückstände in Flip-Flops und mangelhafte Haltbarkeit von abgepackten Fleischerzeugnissen moniert.