IHA: Neuer Rahmenvertrag mit TÜV-Informationstechnik

Die deutsche Hotellerie muss sich auf erhebliche Veränderungen einstellen, wenn die deutschen Gesetze an die neue Europäische Datenschutz-Grundverordnung (EU-Dsgvo) angepasst werden. Diese ist am 25. Mai 2016 in Kraft getreten und muss innerhalb von zwei Jahren ihren Niederschlag in den Bundesgesetzen finden. Der Hotelverband Deutschland (IHA) will seine Mitarbeiter nun mit einem neuen Rahmenvertrag zum Datenschutzmanagement unterstützen.

Ab sofort können die IHA-Hotels bei der Fachstelle für Datenschutz der TÜV Informationstechnik GmbH in Essen, einem Tochterunternehmen der TÜV Nord Gruppe, das Tüvit-Datenschutz-Management zu Sonderkonditionen nutzen. Dort hat jeder Hotelier die Möglichkeit, sich in einem Baukastensystem sein individuelles Leistungspaket selbst zusammenzustellen. Die Basis bildet dabei das Einführungs- und Grundschutzpaket, welches auch die Stellung eines betrieblichen Datenschutzbeauftragten beinhaltet. Denn die Verpflichtung zur Berufung eines Betrieblichen Datenschutzbeauftragten werde im Rahmen der Umsetzung der EU-Dsgvo in deutsches Recht trotz der europäischen Harmonisierung voraussichtlich verbleiben, nimmt die IHA an.

„Datenschutz und Datensicherheit ist nach wie vor reine Chefsache. Um dieses wichtige Thema kommt heutzutage kein Hotelier mehr herum“, sagt Stefan Dinnendahl, IHA-Geschäftsführer des Hotelverbandes. Gerade für kleinere und mittlere Hotels, die über kein eigenes Know-how im Datenschutz verfügen, biete das modular aufgebaute Tüvit-Datenschutz-Management Vorteile, zumal das Basispaket für ein Hotel mit unter 50 Zimmern bereits für einen monatlichen Betrag ab 95 Euro angeboten wird.

Peter Kattner von der Fachstelle für Datenschutz der TÜV Informationstechnik GmbH ergänzt: „Ob die Erarbeitung einer unternehmensspezifischen Datenschutz-Anweisung, einer Internet- und E-Mail-Richtlinie oder die Prüfung vorhandener IT-Infrastruktur insbesondere der Videoüberwachungs- und W-Lan-Technik, grundsätzlich können alle Prüfungsanforderungen durch uns erbracht werden.“ Auch die gesetzlichen Pflichten, die sich aus dem allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ergeben, das Durchführen sogenannter Lieferantenaudits oder die Testierung vorhandener technischen und organisatorischen Maßnahmen im Rahmen der Auftragsdatenverarbeitung, werden von der TÜV-Informationstechnik übernommen.